Mabon

Am 21./22. September feiern wir die Herbst Tag und Nachgleiche. Je nach Sonnenstand fällt es in den Zeitraum 20 bis 23 September. An diesem Tag sind Tag und Nacht gleich lang.

Wir nennen das Fest Mabon. Dieser Name ist noch gar nicht so alt, sondern kam erst in den 70 Jahren in einigen Hexenbüchern auf.

Und bezieht sich auf Mabon fab Modron, den Sohn der Göttin Modron, einer Gestalt aus der walisischen Mythologie. Die Göttin ist wieder schwanger und es wird noch einige Zeit dauern, bis sie in der tiefsten Dunkelheit, den Göttlichen Sohn, das Lichtkind gebiert. Es ist quasi die Babyparty …

In vielen Mythen ist dies auch der Zeitpunkt des Kampfes der Könige. Der Sonnen Gott stellt sich dem Gott der Dunkelheit und wird von seinem AlterEgo getötet und der Wintergott übernimmt die Regentschaft.

Nun nehmen die Stunden der Helligkeit merklich ab, und es wird jeden Tag ein wenig dunkler, bis zum 21. Dezember, der längsten Nacht des Jahres. Sommer ist nun endgültig zu Ende, die Blätter färben sich und die Zugvögel sammeln sich. Die Ernte ist fast überall vollständig eingefahren, die Felder und Beete sind leer

Überall auf der Welt werden Erntedankfeste gefeiert, bei uns das christliche Erntedankfest, das jüdische Laubhüttenfest oder Thanksgiving (Wird allerdings erst im November gefeiert) in Amerika und Kanada.

Überall danken wir Mutter Erde für ihre Gaben.

Falls du einen Namen für sie brauchst, welche Göttin würde dafür in Frage kommen?

Dea Mater… die heilige Mutter, z.B. die keltische Cerridwen, die in ihrem Kessel Tod und Wiedergeburt vereint. Ihre Schwester Modron Oder Anu die Mutter des Landes der Iren Die Erntegöttinnen Demeter (römisch), Ceres, Ops, Siff…finde deine eigene. Sie ist die Alte, die Dunkle, der dreifachen Göttin.

Nur noch wenige Menschen sind direkt mit der Erde verbunden und ernten ihr eigenes Obst, Gemüse und Getreide, die meisten kaufen es im Supermarkt. Aber wir können der Göttin auch hierfür danken. Für den Reichtum in dem wir leben. Schau dich um, du hast so viel …

Vielleicht können wir als Dank, eine Spende an eine Organisation geben, die sich um weniger reiche Länder kümmert.

Denn die Tag- und Nachtgleiche ist ein Symbol des Ausgleiches.

Diese Zeit eignet sich gut, Dinge zu tun, die für das nötige Gleichgewicht sorgen.

Zum Beispiel um sich von unnötigen Dingen zu trennen. Verbrauchte Steine können z.B. an die Natur zurück gegeben werden, brennbare Gegenstände können in das Ritualfeuer. Anderes kann man weiter verschenken am Menschen, die es gebrauchen können. Macht doch mal einen Tauschtag …

Auch was man sonst noch mit sich herumschleppt (Ängste, Sorgen, Verhaltensweisen, etc.), können wir loswerden z.B. auf einen Zettel schreiben und im Ritual ins Feuer werfen


Wenn du Mutter Erde einen Dank darbringen willst, ein Opfer. Dann mache selbstgewürzten Apfelwein oder einen selbstgebackenen Kuchen. Gib ihr etwas, wo du als Mensch Energie reingesteckt hast. 

Es ist Zeit zur Ruhe zu kommen. Es ist Zeit sich auf den Winter vorzubereiten. Die letzte Ernte einzubringen und dafür dankbar zu sein, was wir alles im Laufe dieses Jahres ernten durften.

Noch lassen sich einige Kräuter zum Räuchern ernten … z.B. Wurzeln vom Engelwurz oder Baldrian, Salomos Sigel oder Alant.

Schmücke dein Haus mit den roten Beeren der Eberesche. Sie gelten als Nahrung der Götter.  Für die keltischen Priester war die Eberesche ein heiliger Baum. In Irland, dort kennt man die Eberesche immer noch unter den Namen “fid na ndruad” (Druidenbaum), war der Glaube weit verbreitet, dass sie das Land solange, wie sie gesund und gut genährt ist, vor allem Übel beschützt.

Dankbarkeit ist ein sehr wertvoller Zustand, den wir leider in unserer Gesellschaft etwas verloren haben. Entweder wir nehmen die Dinge als selbstverständlich hin oder fühlen uns gar im Mangel, weil wir nicht das bekommen was wir uns wünschen.

Die Psychologie weiß das Menschen, die sich regelmäßig in einen Zustand von „Dankbarkeit“ begeben, sich subjektiv besser fühlen, weniger depressiv sind, besser schlafen, entspannter sind, altruistischer handeln und vieles mehr.

Dankbarkeit ist etwas Wertvolles und es ist erlernbar

Am besten mit einem kleinen Ritual. Z.B. entzünde ein Feuer … egal ob Lagerfeuer im Garten oder einer Kerze im Haus. Ein Feuer ist ein Feuer.

Mach dir mal Ge-Danken, – Dank ist aus dem Wortstamm denken entstanden, etwas in seine Gedanken behalten-  für was in deinem – ganzen – Leben bist du dankbar?

Wenn dir nichts einfällt, wiederhole einfach das Wort Danke wie ein Mantra.

Spür dich in das Wort ein, was fühlst du? Wo spürst du es?

Im Alltag mit seinen vielen Erwartungen geht es oft schnell unter und wir fallen abends todmüde ins Bett. Leg dein Tagebuch gleich aufs Kopfkissen, oder such dir etwas Symbolisches z.B. einen schönen Stein, als Dankbarkeitsstein, der dich daran erinnert.

Schreibe täglich Dankbarkeitszettelchen und gib sie ein großes Schraubglas. . Du wirst überrascht sein wie schnell es sich füllt und wie dein Gefühl dazu immer stärker wird.

Nimm dir heute Abend Zeit für dich. Am besten zur Schwellenzeit zum Sonnenuntergang. Lege dein Ritual zwischen Helligkeit und Dunkelheit.

Am schönest ist es wenn du (d)einen Partner dazu mitnehmen kannst.

So sind dann auch weibliche und männliche Energien im Ausgleich.

Entzünde ein Feuer/ eine Kerze.
Trommel und/oder singe … rufen die wirkenden Kräfte herbei.

Räuchere; Apfelharz, Salbei, Lavendel, und vielleicht etwas Fliegenpilz

Vielleicht magst du auch die Vollmondnacht nutzen und in Stille auf ein abgeerntetes Feld gehen.

Hier im Schein des Erntemondes kannst du die klare Energie besonders gut nutzen.

  • Was hast du dieses Jahr geerntet?
  • Wofür kannst du dankbar sein?
    Was kannst du als Samen weitergeben?

Nimm dir ein wenig Zeit um darüber nachzudenken.

Schreibe es auf.

Genießt die Stille und Leere auf den Feldern. Spüre die kommende Kälte. Sie bereiten euch auf die kommende Zeit des Rückzuges vor.  Die Waage ist im Ausgleich .. in vollkommener Harmonie.

  • Wie steht es mit deinem Ausgleich?
  • Was bringt dich – immer noch – aus deiner inneren Mitte?
  • Wo kannst du in deinem Leben mehr Harmonie schaffen?


Möchtest du noch zum Transformieren ins Feuer geben … Dann mach es jetzt, lass los, was dich noch stört um in deine Harmonie zu kommen.

Bringe ein Opfer für die Erde und mach dir danach etwas leckeres zu essen. 

Zwiebelkuchen, der frische Federweißer, Kürbissuppe….

Es gibt so viele Leckereien mit denen Mutter Erde uns verwöhnen möchte

Das gemeinsame Essen ist die Manifestation des Rituales

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