Der schamanische Heilkreis

Auf der WaldHealing durften wir wieder einen sehr intensiven Heilkreis zelebrieren.  Das ist in dieser Intensität nur in so einem Zusammenhang mit vielen Teilnehmer möglich. 4 Praktizierende und ca. 40 bis 50 Teilnehmer, sind schon sehr heftig, aber gerade dadurch sehr effektiv für jeden Einzelnen im Raum.

Die Heilkreise bei uns zuhause sind meistens kleiner, max. 20 Personen und werden nur von einem oder zwei schamanisch Praktizierenden abgehalten. Aber auch hier wirkt die gleiche Energie.

In einem schamanischen Heilkreis potenziert sich die Energie der Teilnehmer des Kreises um den aktiven Schamanen in der Mitte die Energie zu geben, intensive Heilung zu vollziehen.

Wir eröffnen einen heiligen Raum, in dem alles möglich ist.

Und die Gäste geben sich durch die Teilnahme, unbewusst, die Erlaubnis, das alles geschehen darf.

In diesem Raum in ein komplettes Öffnen möglich, schreien, weinen, toben … die Energie kann ausbrechen und ist dennoch in einem sicheren Rahmen gehalten. Dass Rauslassen/Ausleben innerer Konflikte und verdrängter Emotionen kann zu einer Reduktion dieser Gefühle führen.

Psychologen sprechen hier von einer Kartharsis (altgr. Reinigung). Einer sehr ursprünglichen Form, die heutzutage in der Psychotherapie nur noch sehr begrenzt z.B. bei der umstrittenen BondingTherapie zu finden ist.  Auch in einigen Körper und Atemtherapien finden wir ähnliche Konzepte zur Lösung von geblockten Energien im Körpergedächtnis.

Psychologische Studien befürchten eine Vertiefung der Muster, beim Ausleben der Gefühle, was aber bei so einmaliger Session keine Bedeutung hat. Es funktioniert mit allen Primärgefühlen, nur finden wir die negativen Ansichten meist nur, wenn es um Gefühle wie Trauer, Angst oder Aggression geht.

Im Idealfall bitten wir die Teilnehmer die durch den Prozess gegangen sind, etwas später zu einem begleitenden Gespräch.  Das wird  leider nicht immer von allen genutzt.  Manche sind auch so von sich  selbst  überrascht oder erschrocken und brauchen erst ein paar Tage um das Geschehen zu integrieren.

Jeder Psychologe würde in so einem Setting Panik bekommen … Retraumatisierung, Auslösen eine Psychose … ja alles möglich und gerade bei dem heilsuchenden Klientel auf so einem Festival, nicht unwahrscheinlich.

Doch hier unterscheidet sich die Psychologie vom Schamanismus (wobei Psychologie durchaus ein erklärendes Modell dafür hat). Aus schamanischer Sicht, geschieht das was notwendig ist um das offene Muster mit dem der Klient agiert, zu lösen. Dieses passiert zwar intensiv , aber in diesem Rahmen gewollt, also mit der bewusst- unbewussten Entscheidung des Klienten.

Und der schamanische Praktizierend, vertraut seinen Spirits zu 100% bei der Interaktion. Er ist nicht alleine. Auch wenn dieser Gedanke für uns Europäer sehr befremdlich sein mag, diese Form der Geist-Heilung durch Kartharsis finden wir in fast allen alten Kulturen, wo sie schon seid Jahrhunderten – auch schon vor der Psychologie – mit guten Ergebnissen angewandt wird.

Für einen kleinen Einblick in diese Materie empfehlen wir den Film von Clemens Kuby:

Unterwegs in die nächste Dimension

Für weitere Fragen Kontakt:

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