Frühlings Tag und Nachtgleiche

Wir feiern heute Alban Eiler, oft auch als Ostera bezeichnet. Mich erinnert dieser Name zu stark an das christliche Ostern, das wiederum eigentlich gar nicht Ostern sondern eher Passahfest heißen müsste. In fast allen anderen Ländern ist ein Bezug zu Pessach (jüdisches Fest der Befreiung), zu finden, nur bei uns heißt es Ostern und die meisten Christen wissen nicht warum.

Ostern, klingt nach einer Ableitung von Osten, dem Aufgangspunkt der Sonne in dieser Zeit. Bei den Griechen gab es Eostere, die Göttin der Morgenröte. So gesehen würde Ostern als ursprüngliche Bezeichnung dieses Frühlingsfestes gut passen.  Auch viele Symbole des Osterfestes sind durch und durch heidnischen Ursprungs. Z.B. der Hase und die roten Eier.

Wir feiern das Fest des Blutes, aber nicht das Blut Christi, sondern das Blut der ersten Menstruation der jungen Göttin. Das Kind was zur Wintersonnenwende geboren wurde, das Mädchen Brighid wird zur jungen Frau.

Roter Met als Blutersatz

Aber auch – weil es ein Sonnenfest ist, und demnach auch männliche Attribute verkörpert –  den wilden jungen Mann des Waldes, der noch „grün hinter den Ohren“ ist.

Grün, weiß und rot sind die Farben Ostera´s.
Wir feiern die Fruchtbarkeit, die überall um uns herum zu erkennen ist. Die Vögel brüten, die ersten Keime spießen, die Lämmer toben schon über die Weiden. Zeit für einen zarten Lammbraten.

Wir segnen die Saat des letzten Jahres und bereiten die Felder vor.

Die Feldweihe ist ein Ritual, dass viele Bauern auch heute noch zelebrieren.  Dabei werden in die vier Ecken Weidenbaum-Äste gesteckt und Kräuter und Asche des Julscheits über das Feld verstreut. Sie entzünden eine geweihte Kerze in der Erde und bitten um Schutz für die Aussaat und eine gute Ernte.

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