Samhain

Nach einjähriger Pause haben wir nun wieder gemeinsam mit Anderen in einem Kleinen Kreis das Jahreskreisfest Samhain feiern können.

Nach einem Ritual vor dem Ahnentor im Druidenkreis haben wir das Erbe unserer Ahnen mit einem Festessen gefeiert;

Kürbissuppe, Herbstliches Ofengemüse mit Dipp, Bohnentopf und zum Nachtisch Schokopudding.

“Danke für das tolle Essen”

“Dank für euer Hiersein”

“Danke für euer Angebot”

“Dank an die Ahnen für all dies”

Heute feiern wir Samhain (Sauwen). Ein altes keltisches Jahreskreisfest. Wir finden es schon im
Calender von Coligny als Beginn des Monats samoi erwähnt. Der keltische Jahresanfang, lag am
Beginn des Winterhalbjahres, der Dunkelheit. So wie alles Leben im Dunkeln beginnt. Auch das
menschliche beginnt in der Schwangerschaft, nicht erst am Tage der Geburt.
Wir feiern also quasi den keltischen Jahreswechsel. Den Ende des alten und legen den Samen für das
Neue, das jetzt im Dunkel reifen kann.
Es ist das Ende und der Anfang.
So wie der Tod für uns das Ende des Lebens aber auch der Anfang von was neuem ist.
Ein Neubeginn, ist niemals wirklich neu, sondern baut immer auf das Vorangegangen auf. Für uns ist
alles „neu“, wenn wir es zum ersten Mal in dieser Form wahrnehmen. Wir sind nicht „neu“ wenn wir
auf diese Welt kommen, nur unsere Form. Alle die vor uns waren, haben zu dieser neuen Form
beigetragen. Wir haben genetische Merkmale und epigenetisch Erfahrungen mitbekommen, die uns
zu dem machen was wir sind.
Es geht bei unserem Ahnenfest, also nicht darum die Toten zu betrauern, sondern dankbar für das
Geschenk unseres Lebens zu sein. Unseren Vorfahren zu gedenken und ihnen dafür zu danken.
Deshalb laden wir sie durch ein (rotes) Licht zu uns ein und stellen ihnen einen Gabenteller auf die
Schwelle. Den Brauch ein Grablicht aufzustellen, kennen wir noch heute von den Katholiken
Ich weiß auch gar nicht warum sich die Christen über Halloween aufregen; „All Hallow Event“ der
Abend vor Allerheiligen, nimmt doch Bezug zum christlichen Allerheiligen.
Halloween, wird immer populärer. Auch wenn wir hier oft kritische Stimmen zu diesem typischen
amerikanisierten Fest hören (von einigen Gruppierungen werden sogar Flugblätter mit Warnungen
verteilt), finde ich es gut das es immer bekannter wird. Zu mindestens, wenn man sich über die
Wurzeln informiert und nicht nur den äußerlichen Gruseleffekt sucht. Wobei die ganzen Attribute
schon passend sind; es geht um Tote, Blut(slinie) und Dunkelheit.
Es heißt das gerade an diesen Schwellentagen, wie den Jahreskreisfesten, die Schleier zwischen den
Welten besonders dünn sind. Wir also gut Kontakt zu den Verstorbenen aufnehmen können. Du
kannst natürlich zum Friedhof gehen und dort eine Kerze aufstellen. Aber viel schöner ist es doch,
unsere Ahnen zu uns nach Hause einzuladen. Hab keine Angst davor. Es sind deine Eltern,
Großeltern, Ur-großeltern… es sind deine Verwandten.

Diese Seite verwendet Cookies, um die Nutzerfreundlichkeit zu verbessern. Mit der weiteren Verwendung stimmst du dem zu. Datenschutzerklärung