Mach dir keine Sorgen

Es ist eine Zeit, in der wir uns viel Sorgen machen – sollten! Sollen wir wirklich?

Wenn jemand sich bei Corona keine Sorgen macht – wie ich zum Beispiel – wird man komisch angeschaut. Coronatote, Wald und Gastronomiesterben ….. das sollte mir doch Angst machen?!. Es ist eine durchaus eine Motivation für mich mich gesund zu verhalten, aber es macht mir keine Angst und ich mache mir keine Sorgen.

Wie kommt es denn, das sich alle um uns herum Sorgen machen?

Trotz Evolution sind wir – immer noch – wie eine Herde Fluchttiere. Wenn ein Mitglied der Gruppe eine Gefahr wittert, breitet sich diese Angst aus und verbindet die Gruppe. (Psychol. Massenhysterie) Angst ist also “ansteckend”!

Jemand der keine Angst hat, ist anderen Menschen suspekt. Warum ist der so, was stimmt bei dem nicht? Ist er die Gefahr? (ist er das Raubtier?) Deshalb machen Querdenker dem Rest der Herde Angst.

Sorgen – die kleine Tochter der Angst – sind nicht naturgegeben einfach da. Sie entstehen in unserem Kopf. Es ist kein reines Gefühl, sondern gepaart mit Gedanken. Ein Konstrukt von äußeren Einflüssen, negativen Erfahrungen und daraus entstehenden Überlegungen, was alles im schlimmsten Fall passieren könnte.

Die Angst ist ein guter Begleiter in gefährlichen Zeiten. Sie hindert uns unnötige Risiken einzugehen. Aber sie sollte uns nicht am Leben hindern. Angst schützt uns vor Gefahren – wenn sie denn wirklich da sind. Die Gefahr die uns umgibt, ist allerdings nicht sichtbar und auch ihre Auswirkungen spüren wir nur, wenn jemand in unserem direkten Umfeld betroffen ist. Solange wir etwas nicht selbst spüren, ist es nicht wirklich (- aber durchaus wahr). Egal um was es geht, ob Kriege, Klimaveränderung oder Pandemien, sie sind nicht Teil unser Wirklichkeit, wenn es nicht direkt in unserem Umfeld stattfindet. Das lässt viele Menschen die Gefahr nicht wahrnehmen.

Und doch glauben viele diese Angst zu haben – haben zu müssen. Denn alle anderen haben sie doch auch? oder etwa nicht? Das war wir in den Medien sehen und hören berührt uns nicht wirklich. Es wird künstlich erzeugt.

Denn alles was wir uns vorstellen können, nimmt unser Körper auch wahr und speichert es ab. (Spiegelneuronen) Wenn wir sehr empathisch sind erzeugt es ein Mitgefühl. Deswegen können wir z.B. bei romantischen Filmen weinen oder bei einem Horrorstreifen Angst empfinden. Wir leben im Augenblick eher durch Mit-Gefühl, als durch wirkliches Wahrnehmen unserer Gefühle.

Ich würde es fast als eine Art Gefühlsvakuum bezeichnen, das wir versuchen durch das mit-fühlen zu füllen. Denn die Gefahr ist nicht sichtbar und die reale Wahrnehmung wird immer weiter eingeschränkt.

Echtes Gefühl entsteht in uns selbst, im Kontakt mit unserer Umwelt und den Menschen um uns herum. Direkte Berührung … sei es von der Hand des Geliebten, aber auch vom Wind, dem Regen und der Erde oder auch akustisch durch Musik und visuell von einem schönen Anblick der Kunst, durch Geruch und Geschmack (z.Z. fast alles öffentlich verboten) lassen uns, uns selbst spüren. Dann fühlen wir uns lebendig.

Und diese spürbare Lebendigkeit ist die beste Voraussetzung gesund und achtsam zu bleiben. Mach dir keine Sorgen, sondern genieße dein Leben.

Dazu gehört durchaus Fürsorge – füreinander. Aber nicht Angst voreinander.

In diesem Sinne: Lasst euch nicht anstecken!

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