Projekt Benjes Hecke

Auf einem großen Grundstück mit viel Strauch und Baumbestand fällt im Frühjahr viel Schnittholz an. Dieses Jahr waren die Weiden wieder mit ihrem Formschnitt dran.

Aus den langen biegsamen Weidenstangen bis ca. 12 cm entsteht das Gerüst für die Schwitzhütte. Die dickeren Stämme haben wir dieses Jahr als Pfosten für das Projekt: Benjes Hecke genutzt.

Eine Benjeshecke (Benannt nach ihrem “Erfinder”) ist eine Totholzhecke, in der Strauchschnitt geschichtet wird. Diese Form von Hecken gibt es in der Landwirtschaft schon seit alters her. Bauern lagerten ihr Schnittgut einfach als Grenzmarkierung zwischen Weide- und Ackerland ab, dort sackte es zusammen und entwickelte sich nach und nach zu jenen begrünten Wällen, die bis heute das Bild vieler Landschaften prägen.

So eine Totholz Hecke ist auf keinen Fall tot, sondern sie ist ein Lebensraum für viele Nützlinge. Im dichten Geäst können Kröten und Mäuse Zuflucht finden und Vögel geschützt ihre Nester bauen. Auf der Ziegenwiese haben wir einen guten Platz als Sichtschutz für unseren Druidenhain gefunden.

Die Anlage einer solchen “Hecke” (Hag/Befriedung) ist denkbar einfach.

Aus den dicken Weidenzweigen haben wir Pfosten geschnitten und sie angespitzt, damit sie mit der Pfostenramme einfacher in den Boden zu hauen sind. Ein Hammer tut es auch, aber die Ramme hat es sehr vereinfacht.
Je nach Größe der gewünschten Hecke werden sie mit Abstand parallel in den Boden geschlagen und der Zwischenraum wird locker mit Schnittgut gefüllt. Egal ob weiche Weidenzweige oder dornige Wildrosenäste, hier findet alles seinen Platz. Bei uns kamen noch die im letzten Jahr vertrockneten Tannen und Zypressen dazu.

Unsere Hecke darf nun Jahr für Jahr, Schicht für Schicht wachsen.


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