Hexenkreis Mai und was der Schützenfest mit Beltane zu tun hat

Der Wonnemonat Mai ist nicht immer ein Sonne Monat, sondern eher genauso unbeständig wie der April. Was also soll daran so „wonnig“ sein. (Wonne = Glücksgefühle) Es sind die Frühlingsgefühle, die in diesem Monat aufgrund der verlängerten Tageshelligkeit, munter macht und dafür sorgt, das wir vermehrt das Glückhormon Endorphin ausgeschütten.
Es ist eine Zeit sich zu verlieben und eine Beziehung einzugehen. Immer noch finden im Monat Mai die meisten Eheschließungen statt.
Der Mai macht uns also alle wuschig oder wonnig. Wobei die Bezeichnung einen ganz anderen Ursprung hat. Historisch wurde der Mai auch „Weidemond“, im althochdeutschen „wunnimanod“ genannt. Im Mai wurden und werden die Tiere auf die AlmWeiden getrieben. Irgendwann schon im Mittelalter wurde das dann zum Wonnemonat.
Der Name „Mai“ stammt vom lateinischen Maius, benannt nach der römischen Göttin Maia, die mit Fruchtbarkeit und Wachstum assoziiert wird.
Und Fruchbarkeit sehen wir gerade überall um uns herum. Der Mai ist gekommen, die Bäume schlagen aus, überall grünt es, das typische frische maigrün. Im Stall werden die Lämmer, Kälbchen und Fohlen geboren.
Alles neu macht der Mai.


Also Zeit sich neu zu entscheiden und einen Bund fürs Leben einzugehen. Heutzutage ist es immer eine Liebesheirat und auch schon früher, war das Anbandeln gerade zur Maienzeit, eine …. .
Das Maien, das Werben um eine Liebste, hat sich lange in ländlichen Gegenden besonderns in Süddeutschland aber auch bei uns in Westfalen und Niedersachen gehalten.
Hierbei werden Birkenzweige, oft verziert mit bunten Schleifen, vor die Häuser der Angebeten gestellt und damit es klappen soll, wird auch oft ein Weg aus Sägespäen zum Werber gelegt. Am Ende des Monats wird er entweder erhört und er darf sich eine Erlösung in Form eines Getränkes abholen oder der Baum wird ihm wieder vor die Tür gestellt. Bist heute ist der Birkenbuschen der traditionellen Schmuck in den Straßen vieler Ortschaften zum Schützenfest.
Auch das Schützenfest ist eine lebendige Erinnerung an alte heidnische und keltische Bräuche, wie die Beltanefeierlichkeiten zum Sommerbeginn. Das Königsschießen imitiert einen alter Brauch zur Auswahl eines neuen Herrschers.
Wer von Euch kenn die Geschichte der Priesterin von Avalon, in der Morgains Bruder seine erste Jagd begeht und den Hirsch erlegt, um sich danach mit der Priesterin von Avalon zu vereinigen. Der neue Herrscher des Landes verbindet sich mit der Priesterin der Erde, um Fruchtbarkeit für sein Land und sein Volk zu erbitten.
Nichts anders passiert heutzutage noch zu jedem Schützenfest. Der beste Schütze wählt seine Schützenkönigin. Die Feier dazu hat aber nichts wirklich rituelles mehr, sondern gleicht einen extatischen Besäufnis. (was durchaus auch eine Form eines Rituales ist)
Auch die noch mancherorts gewählten Maiköniginen (oder Spargelkönigin oder …) stehen in diesem alten Brauch für die fruchtbare Göttin der Erde. Das beste Beispiel ist die Symbolik des Maibaumes. Der Stamm der den Kranz durchstößt. Der Stamm wird dabei von den Männern des Dorfes aufgestellt und der Kranz von den Frauen geflochten und geschmückt. Und danach folgt das „Anbandeln“


Diese alten Bräuche kehren immer mehr zu uns zurück und das Bewusstsein für den Ursprung wächst wieder.
Die römisch katholische Kirche bezog diesen Brauch seit dem Ende des Mittelalters auf Maria, als Maikönigin. Ihr zu Ehren wurden im Mai Andachten gehalten und Wallfahrten zu ihren heiligen Orten begangen. Und es gibt eine ganz Menge Orte, oft an natürlichen Orten, auf Feldern von kleinen Dörfern, Quellen oder Grotten. Wo sonst sollten wir Mutter Erde ehren 😉

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