Nun sind wir im neuen Jahr angekommen. Entgültig.. keine Ausrede mehr, ist ja noch Sonntag und so 😉
Für einige enden heute > morgen erst die Rauhnächte – wenn sie am 25. angefangen haben – mit dem 6. Januar, dem Heiligen drei König Tag.
Mit diesem Tag hat es in vielen Kulturen eine besondere Bewandtnis. In Spanien und einigen lateinamerikanischen Ländern, bekommen die Kinder heute erst ihre Geschenke. Von den heiligen drei Königen, die nach der Überlieferung in der Bibel, erst am 06. beim Kind in der Krippe ankamen und ihm dort ihre Geschenke gaben. Gold, Weihrauch und Myrre.
In früheren Zeiten kam in Spanien die Weihnachtshexe Befana. Sie reitet auf einem Besen, trägt einen schwarzen Schal und ist rußbedeckt, weil sie durch den Schornstein ins Haus gelangt. (kommt einem das nicht bekannt vor?)
Den braven Kindern bringt sie Süßigkeiten oder Geschenke, die sie in eine Socke legt, ähnlich wie in manchen Gegenden der Nikolaus am 6. Dezember. Kindern, die sich schlecht benommen haben, hinterlässt sie Kohle.
Sie belohnt die Fleißigen und bestraft die Faulen?! kommt euch das nicht bekannt vor. In den nördlicheren Ländern kennen wir sie als Frau Holle. Ja genau, die gute Frau aus dem Märchen ist eine Göttin. Die Gebrüder Grimm haben aus alten Mythem, Märchen für die Allgemeinheit gemacht.
Die Holle, die Hulde Frau oder auch germanische Hel, die Göttin der Unterwelt – was im christlichen Kontext dann zur Hölle wurde. Denk mal an den Brunnen, im Märchen von Frau Holle, er führt hinab in die Unterwelt. Jeden der zu ihr kommt, prüft sie. In einem magischen Feld, völlig raum und zeitlos, es vergeht ein Jahr oder nur ein Tag, unten und oben sind gleich. Das Reich von Frau Holle ist unten, doch die Flocken fallen von oben auf die Erde. Sie schützt die guten hilfsbereiten Menschen, die ihr wohlgesonnen sind und bestraft die unehrlichen, faulen, die nur so tun als ob…..
In Süddeutschland ist sie als Perchta bekannt. Und in einigen Gegenden auch als Frau Frick😉.
Sie ist die Göttin von Haus und Hof … backe ihr ein Brot, schüttel die Apfelbäume. Handele in ihrem Namen und sie wird es dir danken.
Ihre Wurzeln lassen sich in sehr ursprüngliche Matriachale Muttergöttinnen zurück führen. Germanisch keltisch oder noch früher … wer weiß wann es seinen Anfang genommen hat.
Als Frau Holle reitet sie bei der Wilde Jagd mit und kümmert sich liebevoll um alle Kinderseelen. Und auch sie selbst wandelt sich nun wieder von der dunklen Alten Göttin zur hellen, jungen Mädchenhaften Göttin. Die furchterregende Alte ist gleichzeitig die nährende Mutter und das lichte Kind. Schwarz – rot – weiß. Drei ist eins…
Nachdem sie mich schon mehrfach gebeten hat, werde ich heute einen Holle Altar in den Druidenkreis stellen. Am Holunder, in Richtung Nordwesten. Der Richtung des Überganges, dem Sterben, des Herbstes ..
Ein Schälchen Milch und ein paar Kekse (wer denkt denn jetzt an die Gaben für Santa Claus?😉) gibts dann auch noch dazu.

