Da sitze ich an meinem PC und versuche einen intelligenten Text über das nächste Jahreskreisfest zu schreiben.
Eben habe ich mir einen Onlineworkshop zum Thema “Erfolg im spirituellen Business” (für mich ein Widerspruch an sich) angeschaut, und soll nun meine Kunden (wieder so ein Unwort) mit einem ansprechenden Text auf mich aufmerksam machen, um den Shift ins nächste Level des Marketings ( Will ich das??) zu schaffen.
Und schon wieder ein Jahreskreisfest … hatten wir nicht letztens gerade eines? Ich schau aus dem Fenster, die Forsythe blüht, ein sicheres Zeichen für den Erstfrühling. Die Osterglocken trotzten den nächtlichen Minustemperaturen und öffnet sich den warmen Sonnenstrahlen.
Ostera kommt.
Und auch wir kommen aus den Häusern, atmen durch und tragen die Gartenstühle nach draußen
Wie schnell die Zeit vergeht, ich komm kaum noch hinterher. Ich bin dieses Jahr wieder viel zu spät dran. Mein Kalender mahnt mich jeden Tag; Aussaattermine und ich habe noch keine Saat zur Anzucht ins Gewächshaus gesetzt. Ehrlich gesagt hab ich – zeit und kraftmäßig- noch überhaupt nichts geschafft. Ich hinke dem Kalender um Wochen hinterher und kämpfe noch gegen Winterschlaf und Frühjahrsmüdigkeit. Ich bin dauermüde. Es ist so anstrengend.
Und doch ist draußen schon alles dabei, zu grünen und zu wachsen. Ohne dass ich Licht oder Heizung einsetzten muss. Die Natur weiß, wann es Zeit ist und wächst von ganz alleine, ohne mein Zutun.
Kann es so einfach sein? Kein Kampf? Kein machen müssen?
Einfach abwarten, wie es sich entwickelt?
Was kann ich von der Natur lernen?
“Vertraue in die Natur,” sagt mein Coach/in. “Wenn du der Natur ihren Lauf lässt, wirst du säen, es wird wachsen und wirst Nahrung und Saaten fürs nächste Jahr ernten.”
Doch ich tu mich schwer mit dieser Art von Vertrauen.
Denn, wir leben nicht mehr in einem natürlichen Umfeld, sondern in künstlichen Räumen,
Arbeit, Finanzamt, Versicherungen ….
Termine, Termine, Termine
Und alle wollen bedient werden.
Da hilft kein Abwarten.
Wo finde ich diesen ruhenden Teil in mir, dem das ganze am A ….. der in seiner Mitte bleibt, wie ein Samenkorn und auf den richtigen Zeitpunkt wartet.
Ich denke, ich gehe jetzt hinaus und sehe dem Gras beim wachsen zu.