Das Tarot ist so ziemlich das bekanntest Hexenwerkzeug. Es ist auch garantiert bei dir im Schrank zu finden 😉 Nutzt du es für dich?
Das Kartenlegen soll ab dem 7. Jahrhundert in China entstanden sein, als sich dort der
Holztafeldruck entwickelte, mit dem auch Spielkarten in Mode kamen, die bald als
Wahrsagekarten eingesetzt wurden.
In Europa kam das Kartenlegen im 15. Jahrhundert auf, vermutlich durch Fahrendes Volk als
Jahrmarktsattraktion, hatte aber keine gesellschaftliche Relevanz.
Erst im 18. Jahrhundert, hauptsächlich durch französische Okkultisten, wurde die Kartomantie
ein populäres Phänomen, das sich heute großer Beliebtheit erfreut.
Es ist ein klassischer Kartensatz zum Wahrsagen, der auf den Skatkarten aufbaut.
Das Skatblatt hat 52 Karten, in den vier Farben/Symbole:
Kreuz, Pik, Karo und Herz. Sie bestehen aus den Zahlenkarten und den Hofkarten.
Im Tarot heißen sie
Münzen (Scheiben), Stäbe, Schwerter, Kelche
Und es gibt auch die vier Hofkarten:
Königin, Ritter (König), Prinzessin, Prinz (Bube)(Siehe unterschiedliche Autoren)
Ein Tarot Deck hat noch 22 zusätzliche Karten, das sogenannte Große Arkanum, das große Geheimnis. Ein Tarot besteht aus diesen zwei Teilen, mit insgesamt 78 Karten.
Immer! Ein Tarot ist nur ein Tarot, wenn es 78 Karten hat! Alles andere sind Orakel-Decks.
Am weitesten verbreitet ist wohl das von Arthur Edward Waite gestaltete „Rider Waite-
Tarot“ Das in seiner jetzigen Form schon seit fast 100 Jahren besteht (Rider ist der Name des
Verlegers, die Malerin hieß Pamela Colman Smith). Es nimmt Bezug auf das Marseille Tarot
aus dem 17. Jahrhundert, aber mit bildhaften Zahlenkarten.
Ein nicht weniger bekanntes Tarot Deck, ist das von Aleister Crowley (1875 – 1947) kreiert
und von Lady Frieda Harris (1877 – 1962) gemalte Thoth Tarot. Es wurde erstmals im Jahre
1969 öffentlich gedruckt. Und hat seit jeher einen eher negativen Ruf, da Crowley schon zu
Lebzeiten als Schwarzmagischer Okkultist bezeichnet wurde.
Seit einigen Jahren erscheinen immer mehr, immer individuellere Tarot Sets im Handel.
Engel, Katzen, Feen, Wikinger Tarot … es gibt nichts was es nicht gibt.
Schau dir verschiedene Kartendecks an. Nimm dir eine Karte heraus und versuch dieses Bild
zu beschreiben und zu erklären. Du wirst merken was die liegt und mit welchem du
Schwierigkeiten hast.
Such dir dein Lieblingstarot aus, aber probiere es auch mit anderen, oft eröffnen sich neue Blickwinkel, wenn wir bekannte Wege verlassen. 😉
Das Lernen des Tarot, ist wie das Lernen des ABC. Wenn du alle Buchstaben hast, kannst du beginnen Wörter zu bilden. Du musst nicht jedes Wort auswendig lernen, nur die einzelnen Buchstaben.
Sich alle 78 Karten einzuprägen braucht seine Zeit. Also hab ein wenig Geduld mit dir.
Wenn man das System erkennt, ist es aber gar nicht mehr so schwer.
Hier fliest jetzt etwas esoterischen Wissen über die Elemente Lehre und Zahlenmagie mit ein. Meist werden die vier Farben mit den vier klassischen Elementen, also Feuer, Wasser, Luft, Erde assoziiert
Münzen (Scheiben) stehe für Erde
Stäbe für das Feuer
Schwerter für die Luft
Kelche für das Wasser
Die Erde ist fest, sie steht demnach für alles Materielle, greifbare. Für das Geld, den Besitz und alles was wir haben können. Für die Ernte, aber auch für die Partnerschaft/Beziehung/Familie als lebendiges begreifbares Konzept.
Das Feuer ist kraftvoll und verändernd. Es steht für die Energie, die Tat-Kraft, die Veränderung, Bewegung und Handlungen.
Die Luft ist frei und beweglich, nicht sichtbar. Sie stehen für Ideen, Visionen, Inspiration, Kreativität. Für das Denken und das Wollen.
Das Wasser fließt unaufhörlich und ist schwer zu fassen. Es steht für die Gefühle. Emotionen, Sehnsüchte.
Unsere Sprache ist voll von Vergleichen, Wir sind nahe am Wasser gebaut, haben tiefe Emotionen, sprudeln über vor Gefühl ….
Dazu kommt noch die Alchemie der Zahlenmystik. (Numerologie)
Zahlenmystik ist gar nicht so geheimnisvoll. Eigentlich ist es Mathematik. Sie kann uns das Universum erklären. Es ist eine universell verständliche „Sprache“.
Überall im Tarot finden wir Zahlen, ob wir sie auf Anhieb sehen oder nicht. In der Kleinen Arkana sichtbar von 1 bis 10 am oberen Rand
(Das große Arkanum besteht aus 22 Karten die von 0 bis 21 durchnummeriert sind)
Die Null ist ein Kreis und damit hat sie kein Anfang und kein Ende. Es ist gleichzeitig alles außerhalb wie auch innerhalb. Es ist die Vollendung. Sie enthält nichts und dennoch alles.
Die Eins entspricht der Ein-heit. Das Unteilbare. Das Göttliche. Der erste Impuls. Der Punkt. Es ist noch in sich, enthält sich selbst. Solange alles eins ist, ist es nicht manifest, es existiert nicht, weil existieren außerhalb sein heißt.
Die Zwei, die Zahl der Trennung, aber auch des Gleichgewichts. Erst als zwei Dinge da waren, gab es die Möglichkeit der Entwicklung. Diese Gegensätze + und – können ein Raum entstehen lassen, in dessen Spannungsfeld sich neues entwickeln kann. Die Zwei entspricht der weltlichen Dualität.
Aller guten Dinge sind drei.
Alles im Universum bildet aus der Zweiheit eine Dreiheit. Vater, Mutter und Kind. Aber auch Gestern, Heute, Morgen. Anfang, Mitte, Ende. Körper, Seele und Geist. Die Dreifaltigkeit. Die Drei steht für das vermittelnde Prinzip zwischen den dualen Gegensätzen. Das ist der Schöpfungsprozess.
Die Vier hat starke Verbindung zu unserer Welt, da wir vier Elemente haben, aus der unser materielles Universum geschaffen ist: Feuer, Wasser, Luft und Erde. Auf der weltlichen Ebene finden wir die vier Himmelsrichtungen, an denen wir uns orientieren Die Vier steht auch für das Quadrat, für die stabile Materie.
Die Fünf ist die Vereinigung von Zwei und Drei, die Verbindung der Dualität und der Dreiheit. Sie entspricht sehr stark dem Menschen, so haben wir z.B. 5 Finger an jeder Hand. Die Fünf steht auch für die 5 Sinne des Menschen.Sie ist die Zahl des Menschen.
Mit der Sechs stehen wir im Mittelpunkt des Lebens. In Verbindung mit den 6 möglichen Richtungen innerhalb unserer Dimensionen, die vier Himmelsrichtungen und oben und unten. Das Hexagramm besteht aus zwei Dreiecken. Hier verbinden sich männliches und weibliches zu einer Einheit.
Die Sieben ist eine mystische Zahl, die in der Bibel und in den Mysterien immer wieder vorkommt. Sie ist die Zahl der Addition von Drei und Vier, die Verbindung des Geistigen (Schöpfung) und der Materie(Weltlichen).
In 7 Tagen erschuf Gott die Welt.
7 Weltwunder, 7 Erzengel, 7 Wochentage, 7 Farben des Regenbogens, 7 Siegel, 7 Chakren, die 7 Zwerge hinter den 7 Bergen, 7 Geißlein oder 7 Raben im Märchen.
Die unendliche 8 Vier plus vier, Materie überwindet Materie. Manche bezeichnen sie auch als Christuszahl „Am 8. Tage auferstanden ….“ Nach wiederum 8 Tagen erschien er den Menschen, 8 Menschen überlebten die Sintflut. Sie steht für die Wiederholung/Neuschöpfung
Die 9 ist die letzte der Grundzahlen. Ein mathematisches Phänomen, das sich durch Addition der Neun die Quersumme nicht ändert. Sie ist sozusagen unsichtbar und verhält sich neutral.
Sie enthält die 3 x 3. Oder auch die alle Einzelziffern in der Addition 5+4, 6+3, 7+2, 8+1,
Die Neun steht für die Vollkommenheit und Bewusstsein.
Die 10 führt uns wieder zu unserem Ursprung zurück. Sie beinhaltet die O – alle Möglichkeiten – und den ersten Schritt.
Die Zahlen finden wir auf allen Karten wieder, sie stehen immer für einen Weg. Vom ersten Impuls 1, über die Kreation 2, der Verwirklichung 3, dem Ergebnis 4 , dem Widerstand 5, der Erkenntnis 6, des Lernens 7, der Wiederholung 8, dem Ergebnis 9 bis hin zum Ziel 10.
Mit dieser Grundlage können wir anfangen die Karten zu deuten. Aufgrund dieser beiden Informationen, also Symbol und die entsprechende Energie dahinter und der Zahl, kannst du erkennen was der Inhalt der Karte ist.
Die Karten des großen Arkanaums brauchen ein wenig mehr Hintergrundwissen, in ihnen finden wir auch astrologischen und magische Symbolik
Sie stehen jeweils für eine Aufgabe, einen Prozess den wir durchlaufen, währen die Karten des Kleinen Arkanums, die Zahlen und Holfkarten , die Lösung der Aufgaben beschreiben und Hinweise auf unser Verhalten geben.
Lass uns eine Karten ziehen und schauen, was sie uns zu sagen hat. Probiere es aus
Du brauchst nur das Werkzeug, deine Intuition und eine Frage ….
Und möchtest du mehr dazu lernen …. das nächste Seminar folgt bestimmt.

